Segeltörn

2013

TAG 1 – Hainstadt – Stavoren – Makkum

In Hainstadt sind wir ganz früh heute Morgen um 5:00 Uhr gestartet. Wir hatten schon am Freitag die drei Fahrzeuge bepackt um pünktlich losfahren zu können. Mit unserem MTF und dem MTF aus Seligenstadt sowie dem Mannschaftswagen von dem DRK starteten wir im Morgengrauen in Richtung Holland.

Um 13 Uhr verließen wir den Hafen und nahmen Kurs Richtung Makkum. Die Segel hissten wir nach einer kurzen aber klaren Einweisung direkt nach Verlassen des Hafens. Mit leider etwas wenig Wind, aber dafür umso mehr Sonnenschein segelten wir nun auf dem Ijsselmeer dahin.

Schnell waren die sonnigen Plätze auf dem Boot belegt. Wir hatten viel Spaß. Immer wieder wendeten wir das Schiff. Dazu waren wir wieder gefragt. Die Taue müssen gelockert und wieder fest gemacht werden und der Baum muss die Seite des Schiffes wechseln.

Mit der Zeit gewannen wir an mehr Knoten, da mehr Wind aufkam. Das war gut. Trotzdem würden wir den Hafen in Makkum nicht frühzeitig für das Abendessen erreichen. So machten wir uns kurzerhand unser Abendessen auf See. Traditionell gab es an unserem ersten Abend unserer Sommerfreizeit die leckeren Hamburger, die auch unseren Skipper  und deren Maat schmeckten.

Nach dem Abendessen fuhren wir noch einige Zeit und holten kurz vor der Einfahrt in den Hafen alle Segel ein. Nach einer kleinen Ansprache von Nienke, die uns über den Ablauf in dem Hafen informierte und die morgige Abreise, liefen wir noch mal in die Stadt. Ab 22 Uhr ist in diesem Hafen die Nachtruhe angesagt und so ließen wir den Tag gemütlich zusammen ausklingen.

TAG 2 –Makkum – Vieland

Heute Morgen wurden wir um 7:30 Uhr geweckt, da wir gegen 9 Uhr wieder in See stechen wollten.

Nach einem sehr gesunden und nahrhaften Frühstück ging es wieder an Deck. Leinen los! Kurz nach 9 ließen wir den Hafen hinter uns und fuhren erst mal nur mit dem Motor. Wir Schleusten in Kornverdersand und ein paar Seemeilen danach hissten wir das große Segel und Stück für Stück die nächsten drei.

Nun hatten wir Nordwestwind in den Segeln und konnten richtig gut Fahrt aufnehmen. Ab da an hatten wir viel Arbeit an Deck, denn wir mussten Kreuzen. Das hieß, dass wir das Vorderdeck fast immer besetzt haben mussten, da wir immer eine Wende nach links und rechts fahren mussten. Die Leberkäsweck naschten wir ganz schnell zwischen drin.

So erreichten wir schon kurz nach drei unseren Zielhafen. Dieser hat eine sehr schwierige Einfahrt und so mussten wir ganz still und leise sein, damit unsere Skipperin Nienke gut hinein fahren konnte.

Danach hatten wir eine echt tolle Zeit am Strand. Im Watt sind wir ganz schnell dreckig geworden und bis zu den Knien darin versunken. Unser Michael hat seinen Schuh darin erst wieder suchen müssen. Aber im Meer konnten wir uns wieder abwaschen und Wasserschlachten schlagen. Am Strand waren wir auch gut mit dem Buddeln eines großen Loches beschäftigt, in das wir dann auch gleich ein drei von uns eingebuddelt haben.

Ab in die Duschen hieß es nun für uns und das war nach diesem Wattspaß auch dringend nötig. Zum Ausklang grillten wir am Steg in unserem Hafen und hatten noch einen geselligen und sonnigen Abend.

TAG 3 – Vlieland – Franeker

Dieser Tag fing für uns gegen 8 Uhr an. Wir wurden wie jeden Morgen geweckt und machten unser Frühstück bereit. Danach konnten wir dann auch bald essen.

Zum ersten Mal seitdem wir das Segelschiff „Dy Abt fan Starum“ betreten hatten, zeigte sich die Sonne nicht. Mit bewölktem Himmel und viel Wind konnten wir aber recht früh gute Fahrt aufnehmen, nachdem wir den Hafen verlassen und die Segel gehisst hatten.

Der Wind war recht kalt und da zahlte es sich aus, die Pullis und Jacken mitgenommen zu haben. Aber kurz vor dem Schleusen um 13 Uhr in Harlingen, begrüßte uns die Sonne doch noch. So blieb es dann bis sie hinter dem Horizont am Abend verschwand.

Nach dem Einlaufen in den Kanal hinter der Schleuse in Harlingen fuhren wir noch ein Stück mit gehissten Segeln und dann erreichten wir gegen halb drei unseren sonnigen Liegeplatz in Franeker.

Auf der Fahrt passierten wir mehrere verschiedene Brücken. Viele Werften und Kühe standen am Kanal. Auch Häuser thronten am Kanal und davor spielten die Kinder im Wasser. Am Abend erkundeten wir erst einmal die Stadt und durften danach ins kühle Nass. Das leckere Abendessen rundete den Tag ab.

TAG 4 – Franeker – Grouw

An diesem wunderschönen sonnigen Morgen holte eine Gruppe die Brötchen in der Stadt, eine andere Gruppe brachte den Müll weg und der Rest kümmerte sich um das Tischdecken.

Danach konnten wir gut und ausgelassen Frühstücken, sodass wir dann gemütlich wieder aufbrechen konnten.

Mit dem Motor ging es erst mal ein Stück auf dem Kanal entlang. Diese Zeit nutzten wir um das Salzwasser von unserem Schiff zu schrubben, denn wir befinden uns ja seit gestern wieder im Süßwasser. Jeder packte mit an und abwechselnd nahmen wir die Schrubber in die Hand, während Jonas das Deck mit Wasser abspritzte.

Nachdem die nah beieinander liegenden Brücken dann passiert waren, hissten wir gegen 13:30 Uhr das Segel auf dem Vorderdeck. Wir segelten ein Stück bis dann wieder eine Brücke kam und das Segel wieder eingeholt werden musste.

Das Mittagessen muss hier unbedingt mal hervor gehoben werden, denn es war super lecker. Apfelpfannkuchen gab es zur Stärkung. Also ein großes Lob an die Verpflegungsgruppe, die uns sowieso immer mit den leckersten Gerichten versorgt.

Auf unserer Tour auf den Kanälen sahen wir viele Schafe und Kühe, aber auch hübsche Häuschen die auf dem Ufer standen. Mit den Kühen haben wir auch versucht uns zu verständigen und es hat nicht nur uns sondern auch den Kühen Spaß gemacht.

Motorbote und Yachten kamen uns auch entgegen oder überholten. An mehreren Brücken mussten wir warten, bis wir durchgelassen werden konnten. Schließlich musste ja erst einmal der Landverkehr angehalten werden und die Brücke ihre Mechanik in Bewegung setzen.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir den Hafen von Grouw in dem wir auch gleich schwimmen gehen konnten. Danach hatten wir Zeit in die Stadt zu gehen. Softeis war ein absolutes muss und wir ließen es uns schmecken. Als wir wieder alle an Board waren, holten wir Holz für ein Lagerfeuer, das wir morgen machen wollen.

TAG 5 – Grouw – Kanincheninsel

Ein bewölkter Himmel erwartete uns am Morgen. Wir nahmen gegen 11 Uhr Kurs auf die so genannte „Kanincheninsel“. Dem Kanal folgend kamen wir an den verschiedensten Brückensorten, wie zum Beispiel Drehbrücken und Klappbrücken vorbei. Aber wir selbst benutzten auch Brücken. Wir fuhren nämlich mit unserem Schiff über eine Autobahn. Zwischendrin konnten wir auch die Segel setzen.

An Windmühlen und vielen vielen Kühen kamen wir ebenfalls vorbei. Mit den Kühen nahmen wir Kontakt auf. Diese waren nicht so gesprächig wie die gestrigen, aber immer noch freundlicher als die Pferde, die gar nichts zu melden hatten.

Auch sehr viele Motor- und Segelyachten überholten oder kreuzten unseren Weg. Das lustige an diesen Kanälen ist nämlich, dass es hier wie auf den Straßen zugeht. Es gibt hier auch Schilder an den Ufern und Querverkehr auf den Kreuzungen.

Als wir einen großen See passierten, trafen wir ein Frachtschiff. Dieses Schiff wartete auf uns, damit wir gemeinsam in einen Kanal fahren konnten, da ein Kamerateam uns filmen wollte. Dabei ließen wir und das Frachtschiff unsere Hörner erklingen. Unser Horn war jedoch wesentlich lauter.

Nachdem wir diesen Kanal durchquert hatten, kamen zum „Heegermeer“, auf dem unser heutiges Tagesziel lag. Diese unbewohnte Insel wird Kanincheninsel genannt, da es bis vor nicht all zu langer Zeit hier viele Kaninchen gab. Leider wurden viele davon krank und jetzt gibt es nicht mehr so viele. Das Wetter jedoch hat sich seit heute Morgen nicht gebessert. Es ist immer noch windig und wolkig.  

Das Anlegen war recht schwierig, aber es hat gut geklappt. Um kurz nach 16 Uhr, gleich nach dem Anlegen, konnten wir das Land erkunden. Wir spielten zusammen mit Jonas, dem Maat, Fußball. Das machte riesigen Spaß. Weil der Ball ins Wasser kam, wollte Niklas unbedingt Baden gehen. Mit Tess, der Hündin von unserer Skipperin spielten wir Frisbee und Ball. Dabei rannte sie auch ins Wasser.

Heute Abend grillten wir und machten ein Lagerfeuer. Wir haben alle gemütlich zusammen gesessen. Den restlichen Abend ließen wir mit ein paar Spielen am Feuer ausklingen.

TAG 6 – Kanincheninsel – Medemblik

Heute weckten uns nicht die Stimmen unserer Betreuer sondern die Popmusik aus dem Radio. Das war voll lustig. Dann hatten wir gleich am Morgen gute Stimmung und konnten nach dem Frühstück mit dem frischen Wind von der Insel ablegen.

Ohne den Motor zu starten, setzten wir gleich nach dem die Leinen los gemacht wurden, die Segel und nahmen Kurs auf unser nächstes Ziel. Wir durchquerten das Hegermeer und kamen in den Johan Frisokanal bei dessen Ende wir dann kurz vor 13 Uhr mit der Schleuse in das Ijsselmeer gelangten.

Das Wetter war sehr windig und wir mussten uns dick anziehen. Die Segel brachten uns durch den guten Wind recht schnell über das Ijsselmeer. Dort waren viele Segelboote unterwegs. Die Segel mussten viele Male gesetzt und wieder eingeholt werden.

Heute Nachmittag gegen halb vier kamen wir in unserem Zielhafen „Medemblik“ an. Dort schwärmten wir aus um Fußball zu spielen oder in der Stadt Softeis zu essen.

Das Abendessen war wieder lecker. Danach gingen wir noch mal gemeinsam in die Stadt und alle haben ein Softeis bekommen. Zur Krönung des Abends machten wir noch einen Besuch auf dem Spielplatz. Dort hatten wir super viel Spaß. Als wir wieder auf unserem Schiff waren, spielten wir noch etwas zusammen Karten und packten unsere Koffer.

Tag 7 – Medemblik – Stavoren – Hainstadt

Heute Morgen mussten wir um 9 Uhr den Hafen in Medemblik verlassen, damit wir den Hafen Stavoren rechtzeitig um 13 Uhr erreichen konnten.

So frühstückten wir schon früh und legten dann gleich ab. Nachdem wir aus dem Hafen in Medemblik gefahren waren, setzten wir die Segel. Das war nicht so einfach, da das Wetter heute sehr windig war und das Segel dadurch beim Hochziehen hin und her schlenderte. Aber auch das hatten wir dann im Griff.

Viel Glück hatten wir doch noch mit dem Wetter. Zwar war die Windrichtung nicht die Beste, und die Wolken verhießen nichts Gutes, aber wir kamen gut voran und sogar trocken gegen 13 Uhr im Hafen in Stavoren an.

Dort musste das Schiff erst einmal getankt werden, währenddessen hatten wir noch Zeit uns im Hafen noch ein bisschen um zusehen. Danach luden wir unsere Taschen wieder in die Fahrzeuge ein.

Der Abschied war dann leider schon gekommen. Es hat uns ganz viel Spaß auf dem Schiff gemacht. Wir hatten auf der „Dy Abt fan Starum“ ein wirklich tolles Team. Deshalb ein ganz großes Dankeschön an Nienke, Jonas und Tess.

Unseren Heimweg traten wir dann wieder in unserem MTF, im MTF von Seligenstadt und dem Fahrzeug vom DRK. Daher geht auch ein Dankeschön zum DRK und zur Seligenstädter Feuerwehr. Ebenfalls danke der FF Klein-Auheim, die uns ebenfalls ihr Fahrzeug zur Verfügung gestellt hätten.

Auf der Fahrt erwartete uns noch eine Vollsperrung. Zwischen dem Kreuz Kaiserberg und Kreuz Oberhausen-West war nämlich die A 3 aufgrund eines Feuers gesperrt. So mussten wir diese Strecke umfahren. Natürlich waren wir nicht die einzigen die auf diese Idee kamen und so ging es mit stockendem Verkehr weiter.

Auf der Hanauer Brücke konnten wir noch einen kurzen Blick auf die glühendrote Sonne werfen und kurz darauf kamen wir dann um 21.30 Uhr gemeinsam am Feuerwehrhaus an.

Danken möchten wir auch den helfenden Händen, die uns im Hintergrund bei den Vorbereitungen für den Segeltörn geholfen haben, auch wenn ihr leider daheim bleiben musstet.

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