Herbstfreizeit in Mühlhausen
Ein besonderes Highlight stand für die Jugendlichen nach dem Megazeltlager in Mühlheim und dem BF-Tag in diesem Jahr noch auf dem Programm – die Herbstfreizeit. In diesem Jahr war dies auch etwas besonderes. Die Ferienfreizeit wurde nämlich gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Seligenstadt und Klein-Welzheim durchgeführt.
So machten sich am Samstag den 6.10.2007 insgesamt 27 Mädchen, Jungen und Betreuer der drei Jugendfeuerwehren auf den Weg nach Mühlhausen in Thüringen. Von den Teilnehmern kamen 8 Jugendliche und 4 Betreuer aus Hainstadt. Die Fahrt wurde nur durch einen kleinen Stop unterbrochen, bei dem man seinen Hunger mit leckeren Kuchen und Muffins – gesponsert von den Hainstädter Müttern – stillen konnte. In Mühlhausen angekommen hieß es dann erst einmal das Haus, die Zimmer und das Anwesen zu erkunden. Und hier gab es einiges zu sehen, schließlich war dies kein „normales“ Selbstversorgerhaus, sondern das mittelalterliche Wohndorf Antoniq inklusive verschiedener Gebäude, eine alten Kirche und vielen Tieren wie Joschi, dem Hofhund (der unserem Wehrführer allerdings nicht ähnlich sah), Pony, Truthähnen, Hühnern und Hasen. Auch Knut, der Hausherr von Antoniq kam sofort vorbei und stellte sich sowie einige wichtige Hausregeln vor. Abends wurden dann verschiedene Kennenlernspiele gemacht, so dass sich auch die Jugendlichen untereinander besser kennen lernen.
Links zu Samstag: www.antoniq.de
Am Sonntag setzte man die Erkundung nach dem Frühstück in der Stadt Mühlhausen bei einer Stadtführung fort. Hier konnten die Teilnehmer einiges interessantes über die schöne Altstadt Mühlhausens und auch den eine oder andere (wahre oder unwahre) Myhtos zu unserer Herberge erfahren. Nach dem Mittagessen ging es gestärkt zu einer Wanderung zum geografischen Mittelpunkt Deutschlands, der –den Schuhen der Teilnehmer zu urteilen – ziemlich im Schlamm versunken war. Gekrönt wurde der Weg zurück zur Unterkunft vom „Kampf um den goldenen Einkaufswagen“, einer Einkaufswagenrallye auf dem Parkplatz eines großen Möbelmarktes, die die Jugendlichen aus Hainstadt mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnten.
Links zu Sonntag: www.muehlhausen.de; www.mittelpunkt-deutschlands.de
Am Montag hieß es dann erst einmal früh aufstehen, denn man musste zu dem für diesen Tag geplanten Ausflug, der Modelleisenbahnanlage in Wiehe eine etwas weitere Strecke zurücklegen. Dort angekommen wurde dann erst mal gefrühstückt, bevor ein Führer die Anlage erläuterte. Anschließend hatte man noch ausreichend Zeit, die sehr detailgetreuen Strecken verschiedener Züge auf eigene Faust zu erkunden. Für den Nachmittag stand kein festes Programm fest, so konnte man die Zeit für einen Bummel in Mühlhausen und verschiedene Einkäufe nutzen. Vor dem Abendessen gab es dann noch eine Stadtrallye.
Links zu Montag: www.modellbahn-wiehe.de
Für Dienstag mussten wieder die Wanderschuhe geschnürt werden. Ziel war zu erst eine Wanderung auf dem Baumkronenlehrpfad. Auf mehreren Metern Höhe ging es quasi von Baumkrone zu Baumkrone. Unterwegs bekam man an verschiedenen Stationen interessante Informationen zu den Bäumen und tierischen Bewohnern des Nationalparks Hainich. Im Anschluss daran wurde durch den Nationalpark Hainich gewandert. Nach ca. 20 km kam die Gruppe an ihrem Ziel, dem Erlebnisspielplatz Wildkatzenwald an. Hier waren verschiedene Großspielgeräte im Wald aufgebaut, man konnte z. B. in einem kleinen Hochseilgarten klettern oder eine Spinne in ihrem Netz bezwingen. Dass Wandern an der frischen Luft müde macht, konnte man spätestens abend feststellen, als alle müde in ihre Betten fielen.
Links zu Dienstag: www.nationalpark-hainich.de/; www.baumkronenpfad.com
Mittwoch war großer Waschtag. Zuerst durften aber alle ausschlafen und sich bei einem leckeren Brunch mit Ei, Würschen, Bacon und Co. stärken. Auf dem Weg zum Schwimmbad besuchte man noch die Feuerwehr Mühlhausen und das von denen liebevoll errichtete Feuerwehrmuseum. Insbesondere für die Älteren war es interessant zu sehen, mit welchen Geräten im östlichen Teil Deutschlands noch bis zur Wende 1990 gearbeitet wurde. Im Anschluss stand dann der Besuch der Thüringen-Therme auf dem Programm. Hier konnte den ganzen Nachmittag in den Wellen oder auf der Rutsche toben oder sich in den Whirpools erholen.
Links zu Mittwoch: www.muehlhaeuser-feuerwehr.de; www.thueringentherme.de
Ein Besuch der nahgelegenen Wartburg durfte im Programm natürlich nicht fehlen. So machten sich am Donnerstag alle auf den Weg nach Eisenach. Vormittags besuchte man die Wartburg und die Elisabethausstellung, den Nachmittag konnten alle zur freien Verfügung in der Stadt Eisenach verbringen.
Links zu Donnerstag: www.wartburg-eisenach.de; www.eisenach.de
Freitag war dann der letzte Tag der Freizeit. Bei nicht ganz so schönem Wetter stand zunächst das Grenzlandmuseum Eichsfeld auf dem Programm. Der Führer, der zudem auch Zeitzeuge war, erklärte anhand einer kleinen Wanderung viel Interessantes über die ehemalige Deutsch-deutsche Grenze. Nach der Mittagspause besuchte man den Alternativen Bärenpark in Worbis. Hier finden Bären aus schlechter Haltung zusammen mit Wölfen ein neues, artgerechtes Zuhause. Auf dem Heimweg machte sich der ein oder andere noch seine Gedanken über das Schicksal der Tiere. Nach dem Abendessen gab es dann noch einen von den Jugendlichen gestalteten Abschlussabend. Man konnte man sich beim Negerkusswettessen oder beim Topfschlagen mit anderen Teilnehmern messen oder fand bei „Herzblatt“ seinen neuen Traumpartner.
Links zu Freitag: www.grenzlandmuseum.de; www.baer.de
Am Samstag hieß es dann schon wieder Packen, Aufräumen und alles in die Autos verladen. Eine spannende und erlebnisreiche Woche ging schnell vorüber. Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Ein durchaus gelungenes Projekt, nämlich die Zusammenführung mehrer Jugendfeuerwehren, bei dem auch einige neue Kontakte entstanden sind.
Danke an alle, die geplant und organisiert, durchgeführt, Kuchen gebacken und uns und das gute Wetter beschert haben.
Vielen lieben Dank auch an Knut, den Hausherren von Antoniq, der sehr freundlich in seinem Haus empfangen hat und aus dem Hintergrund immer für Fragen oder die ein- oder andere Hilfe zur Verfügung stand.
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